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NIVEA EXCLUSIVE INTERVIEWS - 2012

JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 29. Juni 2012 - after Euro 2012 exit

Herr Löw, wie ist nach einem solchen Spiel die Stimmung in der Kabine?

Joachim Löw: "Das ist natürlich ganz bitter. Alle sind zutiefst enttäuscht. Da wird eigentlich kein Wort geredet und es fließt auch die eine oder andere Träne. Das zeigt aber auch, wieviel sich diese Mannschaft vorgenommen hatte."

Aber das konnte sie auf dem Platz nicht umsetzen. An was lag es?

Joachim Löw: "Weil es im Fußball halt immer einen direkten Gegner gibt. Die Italiener waren ausgesprochen stark und der Spielverlauf spielte ihnen in die Karten. Wir versäumten es, in der Anfangsphase ein Tor zu erzielen, während die Italiener ihre erste Chance nutzten. Und wenn man gegen Italien im Rückstand liegt, wird es ganz schwer."

War sich diese Mannschaft zu selbstsicher?

Joachim Löw: "Nein, auf keinen Fall. Wir haben gewusst, dass es gegen Italien schwer wird. Ich habe keine Spur von Selbstsicherheit oder gar Überheblichkeit gespürt. Es war vom Spielverlauf her einfach schwierig."

Und was bleibt nach dieser Niederlage?

Joachim Löw: "Es gehört im Sport einfach dazu, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als dem Gegner zu gratulieren. Italien war an diesem Tage die bessere Mannschaft und das müssen wir hinnehmen."

Und wie geht es jetzt weiter?

Joachim Löw: "Das ist klar skizziert. Die Spieler haben sich ihren Urlaub richtig verdient. Auch das Trainerteam wird erst einmal durchschnaufen. Dann werden wir das Turnier analysieren und unsere Schlüsse ziehen. Und dann starten wir in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014."

JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 26. Juni 2012 - before the semi-final against Italy

Herr Löw, wie schwer fällt ihnen am Mittwoch das Verlassen des Quartiers in Danzig?

Joachim Löw: "Es fällt jetzt nicht so richtig schwer, weil wir ja noch im Turnier sind und es von Anfang an klar war, dass wir irgendwann Danzig verlassen müssen. Aber wir hatten hier eine tolle Zeit, in der wir auf viele offene und gastfreundliche Menschen gestoßen sind. Unsere Planung, die ja nicht unumstritten war, ist komplett aufgegangen. In Polen auch während der Gruppenspiele, die wir ja in der Ukraine ausgetragen haben, zu wohnen, das war perfekt. Wir hatten optimale Bedingungen - mit Ausnahme des Wetters."

Wie ist die Situation um Bastian Schweinsteiger? Ist er fit für das Halbfinale?

Joachim Löw: "Ja, er ist fit. Er ist schon während des ganzen Turniers fit. Er hat hervorragende Ausdauerwerte. Wir alle wissen, dass er gegen Griechenland nicht seinen besten Tag hatte. Aber das betraf vor allem die Handlungsschnelligkeit - nicht seine Fitness. Wir brauchen Bastian Schweinsteiger. Er ist unser emotionaler Leader, er hat eine große Erfahrung."

Es kommt am Donnerstag ja auch zum Duell Buffon gegen Neuer. Wer ist für Sie der weltbeste Torhüter?

Joachim Löw: "Beide sind absolute Weltklasse. Und ich würde da auch noch Ilker Casillas hinzunehmen. Das sind dann die drei besten Torhüter der Welt. Vergleichen möchte ich sie nicht miteinander. Jeder hat seine Vorzüge - aber die drei sind momentan das Nonplusultra unter den Torhütern."

Gibt es wieder Änderungen in der Mannschaft?

Joachim Löw: "Das wird man sehen. Da sind wir noch nicht sicher und werden es auch nicht vorher verkünden. Klar ist, dass wir gegen Italien eine Schippe drauflegen müssen. Italien ist schon ein anderes Kaliber als Griechenland. Das wird eine ganz schwierige Aufgabe."

Und nach dem Finale wird in Frankfurt oder Berlin gefeiert?

Joachim Löw: "Wer mich kennt, weiß, dass ich keinen einzigen Gedanken daran verschwende. Wir sind bisher sehr gut damit gefahren, nur einen Schritt nach dem anderen zu machen. Sonst kann man auch leicht stolpern. Das ist Sache des Managements der Nationalmannschaft und des DFB. Und ich habe Oliver Bierhoff gesagt, er kann mich frühestens am Freitagmorgen auf dieses Thema ansprechen."

JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 25. Juni 2012

Herr Löw, Halbfinale gegen Italien - gibt es am Donnerstag eine Revanche für das gleiche Halbfinalspiel 2006 bei der WM?

Joachim Löw: "Nein, solche Begriffe sind mir völlig fremd. Natürlich gibt es in der Öffentlichkeit solche Diskussionen und das ist auch gut so. Aber wir Trainer denken anders. Es stehen zum großen Teil ganz andere Spieler auf dem Platz. Es geht für uns nur um den Einzug in das Finale bei der Europameisterschaft."

Steigt die Nervosität vor dem Halbfinalspiel einer Europameisterschaft bei dem Trainer?

Joachim Löw: "Nein. Beim Trainerteam nicht. Natürlich wird das Drumherum etwas größer. Noch mehr Medienanfragen, noch mehr Journalisten bei den Pressekonferenzen, noch mehr Interesse. Aber das darf die Trainer nicht beeindrucken, weil sie sich auf die Aufgaben konzentrieren müssen, die auf dem Spielfeld entstehen. Und die sind gegen Italien immer gleich schwierig. Egal, ob es sich um ein Viertelfinal- oder ein Halbfinalspiel handelt."

Prallen eigentlich die öffentlichen Diskussionen um die Aufstellung völlig an Ihnen ab?

Joachim Löw: "Natürlich. Das gehört zur Grundausstattung eines Bundestrainers. Wir können ja die Mannschaft nicht nach Umfragen aufstellen oder öffentliche Diskussionen führen. Wir brauchen unsere Energie für die Mannschaft. Wir sehen jedes Training, haben unser Konzept, unser Anforderungsprofil und überlegen, wer dieses Profil am besten umsetzen kann. Und dann müssen wir entscheiden."

Sie sind ja in Danzig doch ein paar Kilometer von der Heimat entfernt. Realisieren sie die Stimmung in der Heimat?

Joachim Löw: "Ja klar. Wir haben deutsches Fernsehen im Hotel und sehen die Bilder von den Fanmeilen. Das realisieren auch die Spieler, die sich über diese Unterstützung freuen. Und es gibt ja auch die ein oder andere Aktionen: Jürgen Klopp lässt sich ja jetzt zur Unterstützung der Nationalmannschaft einen Bart wachsen. Auch solche Symbole kommen hier an. Ich verlasse mich allerdings weiterhin auf das Rasieren..."

Jetzt verlassen sie am Mittwoch Danzig. Was bleibt von dieser Stadt?

Joachim Löw: "Vor allem herzliche, freundliche und offene Menschen. Von der Umgebung habe ich leider fast gar nichts gesehen außer bei den Fahrten ins Stadion. Wir sind aber auch nicht hier, um Land und Leute kennen zu lernen, sondern um den größtmöglichen sportlichen Erfolg zu holen. Aber wir haben uns in Danzig in jeder Sekunde wohl gefühlt, hatten ein Super-Quartier und mit der Ortswahl in Polen die richtige Entscheidung getroffen."

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 18. Juni 2012 - after winning Group B

In der Qualifikation zur Europameisterschaft alle zehn Spiele gewonnen, jetzt bei der Europameisterschaft drei von drei Spielen gewonnen - wird dem Trainer diese Serie langsam aber sicher unheimlich?

Joachim Löw: "Nein, auf keinen Fall. Wir haben uns das verdient und vor allem: Wir haben uns das alles hart erarbeitet. Wir hatten hier nur ganz schwierige Spiele gegen TopMannschaften. Alle drei Gruppengegner sind unter den ersten zehn in der Weltrangliste -und das war in jeder Phase der Spiele zu merken. Aber wir haben gezeigt, dass wir auch solche Aufgaben lösen können."

Was bedeutet Platz eins in der Gruppe?

Joachim Löw: "Der bringt uns Respekt bei den Gegnern und Erleichterungen bei der Planung. Wir haben einen Tag länger frei und wir müssen dann nicht reisen, sondern können in Danzig bleiben. Das sind ja dann quasi zwei zusätzliche Tage zu Training und Regeneration, die wir nutzen können. Wir brauchen sie auch. Wir hatten hier ein strenges Programm mit drei Spielen in acht Tagen."

Kann dann der Trainer auch mal frei machen?

Joachim Löw: "Frei machen kann man sicherlich nicht. Vielleicht fährt das Trainerteam mal auf einen Espresso in die Stadt - aber man ist gedanklich immer beim Turnier, beim Training und bei der Spielvorbereitung."

Und wie läuft die Vorbereitung auf Griechenland?

Joachim Löw: "Schon mit dem Spiel gegen Dänemark hat für uns eine neue Phase des Turniers begonnen - die Zeit der K.O.-Spiele. Das ist mit dem Charakter bei den ersten beiden Gruppenspielen nicht zu vergleichen. Aber wir wissen, was uns fußballerisch erwartet gegen die Griechen. Wie alle Gegner werden auch sie gegen uns sehr defensiv spielen."

Und was bedeutet das?

Joachim Löw: "Die Spiele hier sind für uns vor allem auch Geduldsspiele. Wir dürfen keinen Fehler machen, weil die auf diesem Niveau sofort ausgenutzt werden. Und wir dürfen auf der anderen Seite nicht verzagen, wenn wir keine Lücken finden. Wir müssen geduldig bleiben, bis sich irgendwo eine Lücke bietet. Oft gibt es diese erst in der Schlussphase, wenn beim Gegner die Kraft nachlässt."

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 15. Juni 2012 - After victory over Netherlands

Joachim Löw, das war beim 2:1-Sieg gegen die Niederlande schon eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Portugal-Spiel - oder wie sieht das der Trainer?

Joachim Löw: "Ich sehe die Dinge differenzierter, sehe auch die Aufgaben und die Schwierigkeiten. Portugal war das Auftaktspiel - da haben sich fast alle Mannschaften schwer getan. Hinzu kam, dass Portugal defensiv über weite Strecken perfekt organisiert war. Gegen Niederlande war dies ein ganz anderes Spiel, weil diese Mannschaft auch gewinnen wollte und die Abwehr öfters entblößte. So gesehen bin ich mit beiden Spielen zufrieden."

Mit einem strahlenden Helden - Mario Gomez.

Joachim Löw: "Natürlich. Mario hat eine große Widerstandskraft, hat ja schon viele Höhen und Tiefen in seiner Karriere erlebt. Deswegen habe ich auch nie an ihm gezweifelt. Er hat seine Qualitäten."

Und die öffentliche Kritik an ihm?

Joachim Löw: "Dafür habe ich während eines Turniers keine Energie. Ein Trainer hat immer eine andere Sicht als ein Fan, die Medien oder die Experten. Ich habe großes Vertrauen in ihn und sein Spiel und bin mir sicher, dass alle anderen Trainer dieser EM froh wären, sie hätten einen Stürmer wie Mario Gomez."

Beginnen nach dem zweiten Spiel die Ersatzspieler zu grummeln?

Joachim Löw: "Nein. Ich habe immer klar gemacht: Wir brauchen nicht elf sondern 23 Spieler. Und jeder Spieler muss zu jeder Sekunde bereit sein zu spielen. Das haben wir den Spielern von Anfang an kommuniziert und da sehe ich gar keine Gefahr."

Es könnte zum Viertelfinale gegen Polen kommen. Das wäre doch ein lohnenswertes Ziel?

Joachim Löw: "Ich kann es nur immer wieder sagen: Wer den vierten Schritt vor dem ersten macht, kommt leicht ins Stolpern. Wir sind noch nicht fürs Viertelfinale qualifiziert. Wir brauchen noch einen Erfolg im Spiel gegen Dänemark. Den streben wir mit aller Macht an - und dann sehen wir weiter."

JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 11. Juni 2012 - Before second Group match against Netherlands

Herr Löw, wie machen Sie das? Sie stellen gegen Portugal überraschend Hummels, Gomez und auch Boateng auf - und diese drei sichern den Sieg?

Joachim Löw: "Es gibt einen großen Trainer mit Namen Giovanni Trappatoni. Und der hat mal gesagt: Der Trainer ist kein Idiot. Was ich damit sagen will: Der Trainer sieht jedes Training, er hat einen Gesamtüberblick - und er hat ein Anforderungsprofil. Und daraus bastelt er seine Mannschaft. Das wird ja nicht ausgewürfelt. Meistens liegt man damit richtig."

Jetzt geht es gegen die Niederlande. Ist es eine zusätzliche Motivation, dass man mit einem Sieg einen Erzrivalen schon heimschicken könnte?

Joachim Löw: "Nein, auf keinen Fall. Wir schauen nur auf uns selber. Wir wollen diese drei Punkte und das reicht uns. Bei den vergangenen Turnieren in Südafrika und Österreich haben wir ja auch das zweite Spiel verloren - das soll dieses Mal nicht passieren."

Beim Spiel in Charkow werden Temperaturen von 32 Grad erwartet. Ist dies eine große Umstellung, ein Nachteil?

Joachim Löw: "Deswegen haben wir ja Nivea als Partner. Nein, nur Spaß. Das ist kein Nachteil. Das sind ja noch keine Extremtemperaturen. Und die Niederländer haben ja das gleiche Problem."

Deutschland ist bei diesem Turnier bisher die einzige Favoritenmannschaft, die gewonnen hat. Was sagt dies über den Turnierverlauf aus?

Joachim Löw: "Gar nichts. Es ist erst ein Spiel gespielt. Solche Turniere werden am Ende entschieden - nicht am Anfang. Spanien hat 2010 bei der WM auch das erste Spiel verloren und wurde am Ende Turniersieger. Ich denke in Etappen. Wir müssen jetzt die Gruppenphase erfolgreich bestehen - und dann geht es weiter."

Wird gegen die Niederlande die gleiche Mannschaft spielen wie gegen Portugal?

Joachim Löw: "Das weiß ich wirklich noch nicht. Wir haben ja noch verschiedene Trainingseinheiten und dann werde ich mich entscheiden, wahrscheinlich am Abend vor dem Spiel. Aber wer mich kennt, weiß: Ich bin immer für eine Überraschung gut.

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 07. Juni 2012 - Before first group match against Portugal

Herr Löw, steigt drei zwei Tage vor dem ersten EM-Spiel die Anspannung?

Joachim Löw: "Ganz ehrlich: Ich spüre keine Nervosität, ich spüre vor allem eine Vorfreude. Wir haben uns jetzt insgesamt doch lange mit diesem Turnier beschäftigt und jetzt wollen wir loslegen. Das ist, als ob man alles gelernt hat und auf die Prüfung wartet. Natürlich spürt man die Anspannung, weil auch der gesamte Ablauf näher auf das Spiel hinleitet. Aber es ist eine positive Anspannung."

Ist die Mannschaft gerüstet für dieses Spiel?

Joachim Löw: "Ja. Wir haben diese Tage in Polen noch mal gut nutzen können. Ich glaube, dass wir für dieses erste Spiel bereit sind. Natürlich kann es noch Unwägbarkeiten geben, aber wir haben uns gut vorbereitet."

Und die zerstückelte Vorbereitung?

Joachim Löw: "Bitte keine Ausreden vor dem Spiel. Wir gehen voller Optimismus ran, obwohl wir wissen, dass Portugal ein starker Gegner ist, der uns alles abverlangen wird. Aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken."

Wer wird Cristiano Ronaldo stoppen?

Joachim Löw: "Einer allein kann Ronaldo nie stoppen. Es geht auch nicht, dass wir ihn sofort mit zwei Leuten angreifen, weil dann andere frei stehen. Es ist wichtig, die Passwege zuzustellen, die Räume eng zu machen. Portugal schaltet sehr schnell um und es wird ganz wichtig sein, dass wir 90 Minuten lang hellwach sind. Aber ich glaube, dass wir das schaffen."

Und wie lebt es sich mit der Favoritenrolle?

Joachim Löw: "Das ist für uns kein Thema, nur ein Spiel der Öffentlichkeit. Intern wird über so etwas nicht diskutiert. Wir wissen, dass wir einen Schritt nach dem anderen machen müssen. Denkt einer an den vierten Schritt, bevor er den ersten macht, kommt er leicht ins Straucheln."

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MENInterview, 01. Juni 2012 - After final preparation friendly against Israel

Wie lautet ihr Fazit nach dem 2:0-Sieg im letzten Testspiel gegen Israel?

Joachim Löw: "Es war eine ganz ordentliche Abschlussprüfung. Natürlich läuft noch nicht alles rund. Aber wichtig ist, dass ich als Trainer weiß, warum noch nicht alles rund läuft."

Und an was liegt es?

Joachim Löw: "Beim Spiel gegen Israel waren vor allem Dinge gefragt, die aufgrund unserer Trainingsarbeit nicht funktionieren können. Um eine so massive Abwehr auszuspielen, muss man schnell sein. Läuferisch und vor allem auch gedanklich. Wir stecken aber noch in einer Trainingsphase, in der wir auf andere Dinge noch Wert legen. Schnelligkeit, Elan, Begeisterung - das ist erst für die letzte Woche vorgesehen."

Wird Bastian Schweinsteiger fit sein für die EM?

Joachim Löw: "Wir hoffen es. Er bekommt ein spezielles Programm mit für die zwei freien Tage. Aber alle 23 Spieler müssen sich so vorbereiten, dass sie einsatzfähig sind. Noch nie hat eine Mannschaft ein Turnier mit der gleichen Elf beendet, mit der sie angefangen hat."

Und was macht der Bundestrainer mit den letzten freien Tagen?

Joachim Löw: "Freie Tage? Am Freitag bin ich mit der DFB-Delegation in Auschwitz und komme spät am Abend heim. Und am Montag treffen wir uns früh in Frankfurt. Schon am Montagnachmittag ist in Danzig das erste Training."

Können Sie da noch ein bisschen ausspannen?

Joachim Löw: "Nein. Leider nicht mehr. Als Trainer ist man schon viel zu tief in der Materie drin. Wie sieht der Trainingsplan am Montag aus? Das Spiel gegen Israel muss noch aufgearbeitet werden. Wie haben die anderen Mannschaften gespielt? Da kann man nicht mehr in Ruhe ein Buch lesen oder ähnliches."

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 29. Mai 2012 - During second-week of Provence training camp

Joachim Löw, würden Sie noch einmal 27 Spieler nominieren oder würden sie sich künftig auf 23 beschränken, weil man dann keinen mehr heimschicken muss?

Joachim Löw: "Natürlich würden wir alles wieder genau so machen. Wir entscheiden ja nicht nach Lust und Laune, sondern haben einen Plan, den wir verfolgen. Wir hatten mit diesen Spielern einen geordneten Trainingsbetrieb und auch die Spieler haben dazugelernt. Natürlich ist es nicht einfach, wenn dann vier Spieler heim müssen, aber das muss man dann in Kauf nehmen."

Und wie fällt so eine Entscheidung?

Joachim Löw: "Auch hier haben wir eine klare Linie. Im Trainerteam beobachten wir alles und lassen wir alle Erkenntnisse einfließen. Wir machen uns das wahrlich nicht leicht und dieses mal waren das alles ganz knappe Entscheidungen. Aber so ist es im Fußball - da muss man als Trainer oft auch unangenehme Mitteilungen überbringen."

Und machen sie sich nach dem schwachen Spiel gegen die Schweiz Sorgen?

Joachim Löw: "Nein, wenn sich einer Sorgen machen will, kann er das tun. Ich mache mir auf jeden Fall keine Sorgen. Solche Spiele hat es schon gegeben und wird es immer wieder gegeben. Mir ist manches Mal ein Spiel lieber, bei dem die Fehler offen zutage treten, als sie nur übertüncht werden. Wir haben noch die Zeit und auch die Ressourcen, um diese Fehler zu beheben."

Was bedeutet das Spiel gegen Israel?

Joachim Löw: "Das ist ein weiterer Test für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Wir werden auch dort noch einige Dinge probieren. Ich werde im Training am Tag vor dem Spiel etwas Tempo rausnehmen im Gegensatz zum Spiel gegen die Schweiz, als ich gar keine Rücksicht genommen habe. Aber trotzdem ist es wichtig, das wir uns im Training auf das Turnier vorbereiten."

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 26. Mai 2012 - Before friendly with Switzerland

Herr Löw, wie ist die Situation im deutschen Trainingslager vor dem ersten Freundschaftsspiel am Samstag?

Joachim Löw: "Wir haben mit dem heutigen Tag wieder einen Abschnitt abgeschlossen. Bisher war alles sehr gut. Wir fanden in beiden Trainingslagern perfekte Bedingungen vor. Jetzt kommen am Samstag die Spieler von Bayern München und abends findet das Freundschaftsspiel in Basel statt. Anschließend beginnt der dritte und wichtigste Abschnitt. Die unmittelbare Vorbereitung auf die EM."

Wie sehen sie der Ankunft der Bayern-Spieler entgegen?

Joachim Löw: "Alle im Team freuen sich darauf. Wir sind dann auch vollzählig und können gut arbeiten."

Und die mentale Verfassung der Spieler nach dem verlorenen Champions League Finale?

Joachim Löw: "Das sollten wir jetzt mal langsam aber sicher zu den Akten legen. Die Spieler kommen, wir haben ein neues Ziel und wir werden hart arbeiten, um dieses Ziel zu erreichen. Wir werden auch schnell an den Punkt kommen, an dem man nicht mehr rückwärts sondern vorwärts schaut."

Wie sieht die heiße Vorbereitung auf die EM aus?

Joachim Löw: "Wir haben ja schon begonnen, mannschaftstaktische Übungen auf dem Platz einzustreuen. Die werden jetzt natürlich merklich ansteigen in den nächsten Tagen. Wir haben auch die Bayern-Spieler genau analysiert und versuchen, sie jetzt in das Team zu integrieren."

Und die Vorbereitung auf das erste Spiel gegen Portugal?

Joachim Löw: "Das spielt momentan noch keine Rolle. Die spezielle Spielvorbereitung beginnt einen Tag vor der Begegnung. Wir dürfen bei aller Wertschätzung uns nicht zu sehr auf Portugal konzentrieren sondern müssen unser Spiel finden und uns vor allem nach uns richten."

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 21. Mai 2012 - During first-week of Provence Training Camp

Herr Löw, haben sich ihre Sorgenfalten seit Samstagabend vergrößert?

Joachim Löw: "Dann hätte ich bei NIVEA FOR MEN angerufen und mir eine Anti-Falten Creme bestellt. Nein, im Ernst: Wenn ein Finale in der Champions League stattfindet, weiß man als Trainer, das alles passieren kann und ist auch dementsprechend auf alles eingestellt."

Aber es hat ihre Situation in der EM-Vorbereitung nicht verbessert.

Joachim Löw: "Das stimmt. Aber wir werden eine Lösung finden. Natürlich sind die BayernSpieler jetzt sehr niedergeschlagen und sie brauchen ein paar Tage Zeit. Aber dann werden sie ein neues Ziel vor Augen haben. Sie werden ihre Rolle hier bei uns einnehmen - das haben sie schon oft bewiesen."

Wie haben Sie das Elfmeterschießen erlebt?

Joachim Löw: "Wir haben das Spiel alle gemeinsam im Hotel auf einer Großleinwand angeschaut. Die Anspannung war auch bei uns beim Elfmeterschießen sehr groß. Und dann hat man in den Gesichtern unserer Spieler gesehen, dass sie enttäuscht waren. Da hat jeder mitgelitten."

Wie geht ein Trainer jetzt vor? Oder macht das der Psychologe im Team?

Joachim Löw: "Wir werden alles tun, was der Sache dient. Und wir werden da sehr individuell vorgehen. Wenn ich das Gefühl habe, einer braucht eine längere Pause, dann wird er die bekommen. Es geht nicht um die schnellste Integration sondern um die beste."

Haben Sie mit den Spielern schon telefoniert?

Joachim Löw: "Nein, bis jetzt noch nicht. Ich werde sie erst einmal in Ruhe lassen und am Montagabend bzw. Dienstagmorgen Kontakt aufnehmen und die weitere Vorgehensweise besprechen. Da kann man nichts bestimmen, dass muss man individuell und sehr sensibel angehen."

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 16. Mai 2012

Wie haben sie in Sardinien das Relegationsspiel in Düsseldorf wahrgenommen?

Joachim Löw: "Ich habe es nicht gesehen und weiß jetzt gar nicht, ob ich darüber nicht auch noch froh sein soll. Ich habe jetzt ein paar Bilder gesehen und Berichte gelesen - und empfinde das ganze als ungeheuerlich. Es kann doch nicht sein, dass eine kleine Minderheit solche Spiele beeinflusst. Völlig unabhängig von der Gefährlichkeit für die anderen Zuschauer: Wenn ein Trainer und die Mannschaft in die Kabine gehen, muss doch alles entschieden sein. Da gehen die Teams nach einem solch wichtigen Spiel in die Kabine - und keiner weiß, was jetzt los ist."

Zur Nationalmannschaft: Ist diese Vorbereitung in Sardinien die Schwierigste in ihrer Karriere als Bundestrainer?

Joachim Löw: "Da muss man differenzieren. Wir haben hier ideale Bedingungen. Und die Spieler, die hier sind, arbeiten auch hervorragend. Aber natürlich wäre es jedem Trainer lieber, er hätte frühzeitig alle Spieler zur Verfügung. Aber das ist nun mal so, das können wir nicht ändern. Es war ja klar, dass es so kommen kann. Wir müssen eben in diesen Rahmenbedingungen das Beste machen.

Werden ihre Erwartungen für die EM angesichts der schwierigen Aussichtslage zurückgeschraubt? Joachim Löw: "Ja. Heute sind wir Außenseiter und morgen wieder Favorit (lacht). Nein, ich ändere meine Erwartungen nicht. Es ist keine Überraschung, dass wir jetzt diese Art der Vorbereitung haben und deswegen waren wir auch darauf vorbereitet. Für die EM bin ich völlig tiefenentspannt. Wir werden mit einer guten Mannschaft in das Turnier gehen." Sehen Sie das Spiel Bayern gegen Chelsea unter besonderer Anspannung? Joachim Löw: "Nein. Ich glaube, dass Bayern dieses Spiel gewinnt. Natürlich werden die Spieler bei einer Niederlage enttäuscht sein und diese Enttäuschung wird auch ein paar Tage anhalten. Aber ich bin auch überzeugt, dass auch diese Spieler bis zum Start der Europameisterschaft in einer guten Verfassung sind."Wie ist die Stimmung? Was tut man zur Entspannung im Team? Joachim Löw: "Die Stimmung ist sehr gut, nur Per Mertesacker bittet darum, dass wir nicht mehr über Regenerationstrainingslager reden, sondern über Trainingslager eins und Trainingslager zwei. Denn es wird hier sehr hart gearbeitet. Dadurch, dass aber einige Spieler ihre Freizeit zwischen den Trainingseinheiten mit ihren Familien verbringen, empfinden sie es vielleicht als nicht ganz so hart. Und wir tun auch einiges, damit die Spieler am Ende einer Saison auch mal entspannen können. Wir hatten jetzt eine schöne Bootsfahrt und es sind auch noch weitere Maßnahmen dieser Art geplant.

JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Interview, 03. März 2012 - After defeat to France

Zum Auftakt des EM-Jahres gab es in Bremen eine 1:2-Niederlage gegen Frankreich. Wie schätzen Sie dieses verlorene Spiel ein?

Joachim Löw: "Realistisch. Ein Sieg bringt bei uns mit dieser Mannschaft keine Überheblichkeit und eine Niederlage keine Depressionen. Wir wissen, dass es bei der Europameisterschaft nicht einfach wird, wir wissen, dass Frankreich eine gute Mannschaft hat - aber das wussten wir alles auch schon vor dem Spiel."

Also ist der Trainer nicht froh, dass mit dieser Niederlage etwas vom Druck von der Mannschaft schwindet?

Joachim Löw: "Nein. Kein Trainer verliert gerne. Ich habe mich über die Niederlage gegen Frankreich geärgert. Und der Druck ist immer da - aber es handelt sich dabei vor allem um den Druck, den wir uns selbst machen. Ich empfinde den Druck nicht größer als bei der WM oder der letzten EM. Da spielt ein Freundschaftsspiel keine Rolle."

Und wie schätzen sie die Leistung ihrer Mannschaft ein?

Joachim Löw: "Es war ein typisches Testspiel. Es ist schwierig, wenn so viele Spieler sonntags noch in ihren Ligen spielen, montags anreisen und man quasi nur einmal miteinander trainieren kann. Da kann bei uns kein großer Spielfluss zustande kommen. Und die Mannschaft, die dann in Führung geht, hat einen großen Vorteil. Wir haben Fehler gemacht, vor allem taktische, und wir hatten auch Pech. Kurz vor dem 2:0 hätten wir ja fast den Ausgleich erzielt."

Gab es neue Erkenntnisse aus dieser Begegnung?

Joachim Löw: "Ich würde sagen: Keine neuen, aber die alten wurden bestätigt. Wir brauchen die intensive Vorbereitung in den Wochen vor der EM. Das war seit 2006 immer so. Wir brauchen diese Zeit, um die Basis für den Erfolg zu legen. Das betrifft auch die personelle Situation. Wir brauchen nicht über die Leistung einzelner Spieler reden. Die kann in drei Monaten ganz anders aussehen."Und was bedeutet das für Sie persönlich?

Joachim Löw: "Dass wir noch akribischer unsere EM-Vorbereitung planen müssen. Wie schon bei den letzten Turnieren müssen wir in dieser Phase Ende Mai jede Trainingseinheit optimal nutzen. In diesen Trainingslagern dürfen wir keine Stunde verschenken"

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JOGI LÖW & NIVEA FOR MEN Exklusivinterview, 28 February 2012 - Before France Friendly

Es steht wieder einmal ein Länderspiel in Bremen auf dem Programm. Wie ist die Lage vor dem Spiel gegen Frankreich?

Joachim Löw: "Sie ist zumindest ungewöhnlich, weil ja fast alle Nationalspieler noch am Sonntag im Einsatz waren. Bayern, Dortmund, auch Hannover und Schalke haben am Sonntag gespielt, aber auch Özil, Khedira und Miroslav Klose. Einige sind noch spät abends gelandet, andere erst am Montag im Laufe des Vormittags. Deswegen haben wir uns erstmals auch offiziell erst am Montag zum Mittagessen getroffen und machen erst einmal eine Bestandsaufnahme."

Was bedeutet dieses Spiel?

Joachim Löw: "Es bedeutet sehr viel. Es ist zum einen der Abschluss einer Reihe Testspiele gegen hochkarätige Gegner wie Brasilien, Holland oder Uruguay. Zum anderen haben wir zwischen Mitte November und Mitte Mai nur dieses eine Spiel, das uns sicherlich wertvolle Erkenntnisse liefern wird. Und zum dritten ist Frankreich eine starke Mannschaft, hat in der Qualifikation nur ein Spiel verloren und das war das erste im September 2010. Seither ist das Team in Pflichtspielen ungeschlagen. Wir freuen uns auf dieses Spiel."

Obwohl mit Lahm und Schweinsteiger zwei Stützen fehlen?

Joachim Löw: "Natürlich ist es nicht schön, wenn Spieler verletzt ausfallen. Aber das müssen wir hinnehmen. Wie der Name ja schon sagt, handelt es sich bei der Partie am Mittwoch um ein Testspiel - und da testen wir eben bestimmte Situationen."

Wie werden Sie das Spiel dann personell angehen?

Joachim Löw: "Das werden wir in Ruhe besprechen. Wir müssen erst einmal schauen, wer hundertprozentig fit ist. Aber es ist vereinbart, dass jede Mannschaft sechs Spieler auswechseln kann und es könnte sogar sein, dass wir davon Gebrauch machen."

Verletzungen können auch Folgen der Überbelastungen sein. Würden Sie sich unter diesem Gesichtspunkt überhaupt freuen, wenn Bayern München das Champions League Finale erreicht?

Joachim Löw: "Natürlich. Auch wenn dadurch angesichts von acht oder neun Bayern Spielern die Vorbereitungen nicht optimal verlaufen würden. Aber das würde dem deutschen

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Last updated 19 July 2012

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